Wohin in Österreich

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Steaming Satelites - Back from Space 2018

Wann:

  • Fr 25. Mai ’18, 20:00

Wo:

Treibhaus Innsbruck, Angerzellgasse 8, Innsbruck, Innsbruck Landkarte anzeigen

Altersbeschränkung:

Alle Altersklassen

Ticket Information:

Wer meint, für die Musik der Stunde immer noch auf die Insel oder nach Übersee horchen zu
müssen, der täuscht gewaltig. Auch aus heimischen Gefilden erreichen uns in den letzten Jahren
verstärkt ganz neue und spannende Töne. Allen voran, Österreich. Steaming Satellites aus
Salzburg gehören bereits zum geschätzten Inventar, seit inzwischen 10 Jahren bereichern sie
den Indie-Sektor mit ihrem aufregend einzigartigen Stilmix. Max Borchardt, Emanuel
Krimplstätter und Matthäus Weber haben sich zuletzt mit Manfred Mader wieder zum Quartett
verstärkt. Die klassische Rock-Besetzung aus Gitarre, Bass und Schlagzeug erweitern sie um
Keyboards und eine großzügige Portion Synthies. Mit diesem Line-Up schaffen sie ein
Klanguniversum, das sich abwechselnd schier unendlich ausdehnt und maximal verdichtet.

Im Indie-Rock verwurzelt bandeln sie gekonnt mit Blues, Funk und Soul an, erlauben sich
beherzt Pop-Ausflüge und lassen ihre Stücke mal kompakt und mit voller Wucht auf uns los,
dann umschmeicheln sie uns wieder ganz behutsam, um am Ende in epische Kunstwerke
auszuufern. Sie kleiden ihre Geschichten in so viele Lagen, dass man auch bei mehrmaligem
Hören immer wieder neue Details entdeckt. Dazu thronen über allem dieser lässige 70ies Vibe
und Max Borchardts unverkennbare Stimme. Caleb Followill (Kings Of Leon) kommt einem in
den Sinn und der junge Rod Stewart, mit einer extra Portion Soul. Erstaunlich wie etwas
gleichzeitig so wohltuend retro und modern klingen kann. Heraus kommt ein virtuos
vielschichtiger Genre-Mix, der einen mitnimmt auf eine Reise, deren Tempo sich ständig ändert
und die einen auf eine musikalische Mission schickt von vorgestern nach übermorgen.

Nach zwei hochgelobten Alben und dem vielleicht stärksten Soundtrackmoment des
vergangenen Filmjahres – „How Dare You“ vom 2011er Album „The Mustache Mozart Affaire“
veredelte den international erfolgreichen und mehrfach ausgezeichneten Indie-Alpen-Western
„Das Finstere Tal“ (Regie Andreas Prochaska; Mit Sam Riley, Tobias Moretti und Paula Beer) –
unzähligen Shows u.a. mit Thin Lizzy, The Ravonettes oder ihren Freunden Portugal. The Man
sowie einer Nominierung bei den Amadeus Awards 2014, war die Zeit reif für ein neues Werk.

Das dritte Album trägt ihren eigenen Namen. Auf ihrer bisherigen Tour durch den Musikkosmos
sind sie mit „Steaming Satellites“ bei sich angekommen. Eine Momentaufnahme ihrer Stärken.
Mit seinen zunächst zarten Gitarrenklängen und dem prägnantem Piano-Staccato wächst sich
der Opener „Together“ schnell zu einer fast epischen Ouvertüre aus und holt uns direkt mit einer
dicken Gänsehaut ab. Gegen Ende des Jahres wird der Song auch in den österreichischen
Kinos, im Coming-Of-Age-Film „Beautiful Girl“ zu hören sein.

Beim darauf folgenden „Rocket“ werfen sie dann nahtlos die Diskokugel an. Dieser groovige
Track lässt an Portugal. The Man denken und gleich zu Anfang zuckt das Tanzbein. Bei „Unreal“
umspinnen dann flirrende, watteweiche Synthies das treibende Duo aus Beat und Bassline. Aber
auch die leisen Töne können sie. Die bluesige Walzer-Ballade „Unfold“ lädt zum wahrscheinlich
schönsten Schieber des Jahres ein und dann ist da noch das bittersüße „Honey“. Fragil und
überwältigend schwebt es da als erste leise Zäsur. Die filigrane Gitarrenmelodie, die flötengleiche Orgel und die mehrstimmigen Gesangsharmonien sind der Soundtrack für den
perfekten Moment. Zu diesem Lied möchte man die Sonne aufgehen sehen, sich die flauschige
Decke bis über beide Ohren ziehen und Menschen umarmen - alles gleichzeitig.

Steaming Satellites fahren keinen schnurgeraden Kurs, der Weg ist das Ziel, und doch greift
immer alles fast magisch ineinander. Da werden am laufenden Band raffiniert Haken geschlagen
zwischen spaceigen Rock-Kapriolen, sexy Funk-Krachern und feinen Indie-Pop-Perlen. Mal
grüßen die Black Keys dann biegen wieder die Led Zeppelin-Gitarren ums Eck und zwischendrin
wird Flaming Lips-mäßig ein bisschen psychedelisch geflippt. Was mischen die Salzburger nur in
ihre Mozartkugeln?

Diese Platte wird auch live ein ganz großes Geschütz und dürfte sich wunderbar mit dem
bisherigen, im besten Sinne schwereren Material ergänzen. Gepaart mit den berüchtigten Jam-
Eskapaden, in die die Shows gegen Ende gerne ausarten, stehen dem Publikum intensive,
euphorische und verschwitzt durchtanzte Konzertabende bevor. In diesen Nächten ersetzt die
Discokugel den Mond und es wird ausnahmsweise nicht um die Sonne gekreist, sondern um die
Steaming Satellites.

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