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DIONYSIEN Theater.Spektakel.Rausch.

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Wann:

  • Mi 25. Okt, 18:00
  • So 29. Okt, 15:00
  • Fr 3. Nov, 18:00
  • So 5. Nov, 15:00
  • Sa 11. Nov, 17:00
  • Di 14. Nov, 18:00
  • Sa 18. Nov, 17:00
  • Di 21. Nov, 18:00
  • Alle Sitzungen sehen

Wo:

Felsenreitschule , Hofstallgasse, Stadt Salzburg

Altersbeschränkung:

Alle Altersklassen

Premiere: 25.10.2017Mit einem Theaterspektakel wie im alten Griechenland präsentiert das Salzburger Landestheater einen Reigen aller Sparten und Kunstformen als großes Fest des Theaters mit kulinarischen Elementen. Als „Dionysien“ wurden die großen Theaterfeste Griechenlands bezeichnet, an denen die ganze Stadt beteiligt war. Je drei Tragödien und eine Komödie wurden an einem Tag präsentiert. Die Felsenreitschule ist der ideale Ort, um eine Begegnung wie in einem Amphitheater zu ermöglichen. Das Schauspiel zeigt mit „Prometheus“ eine der großen mythischen Figuren, die aufgrund ihrer Sympathie für den frei handelnden Menschen ihr eigenes Schicksal riskiert. Mit Reginaldo Oliveiras Medea-Ballett „Der Fall M.“ steht eine preisgekrönte Produktion auf dem Spielplan, die vom berührenden Familienschicksal der in sich zerrissenen Medea-Figur erzählt. Große Oper und großes Oratorium verspricht Strawinskys „Oedipus Rex“, gestaltet von Opernsolisten, dem Opernchor, dem Extrachor und der Ballettcompagnie. Mit leichter Note klingt der Abend aus, wenn im Stück „Der Frieden“ eine Utopie zum Mitmachen auf die Bühne kommt.Die „Dionysien“ sind 4 Stunden pralles Theater, begleitet von einer großen Pause, in der Oliven und Schafskäse, Trauben und griechischer Wein zu einem sinnlichen Gesamteindruck beitragen.PrometheusAischylos / John von DüffelSeine Menschenfreundlichkeit hat Prometheus dahin gebracht, wo er nun ist: An eine Felswand in der Einsamkeit der Berge gekettet, weil er seinem Impuls der Mitmenschlichkeit nachgegeben und den Göttern zum Trotz die Menschen wichtige kulturelle Techniken gelehrt hatte. Grundregeln der Handwerkstechniken, aber auch das große Geheimnis des Feuers waren Wohltaten, mit denen er die Menschen so mächtig machte, dass die Götter anfingen, sie als Konkurrenten zu fürchten. Im Spannungsfeld von Egoismus und Solidarität liest sich das große Epos des Aischylos faszinierend aktuell. Für die Aufführung in der Felsenreitschule hat John von Düffel eine prägnante Sprache entwickelt. Mit der Schauspielfassung des „Prometheus“ wird das dionysische Theaterspektakel in der Felsenreitschule eröffnet.Medea – Der Fall M.Euripides / Reginaldo OliveiraMedea, eine betrogene Frau, ermordet zuerst die neue Geliebte ihres Mannes und tötet dann die eigenen Kinder. Die Anordnung des Plots liest sich wie ein Beziehungsdrama aus einem Boulevardblatt und ist doch eine uralte klassische Fabel, die Euripides mit seinem Stück „Medea“ erzählt hat. Der brasilianische Jungstar unter den Nachwuchschoreographen, Reginaldo Oliveira, lässt diese Versuchsanordnung vor einer Menschenmenge, die Gericht hält, ablaufen und schafft faszinierende und emotional berührende Bilder. So ergibt sich ein hochspannender Abend perfekter Körperbeherrschung, der archetypischen psychologischen Mechanismen nachspürt. Zu seinem Amtsantritt zeigt der neue Leitende Choreograph und Leiter der Ballettsparte am Salzburger Landestheater seine Kreation vom Staatsballett Karlsruhe, deren Hauptdarstellerin 2014 mit einem „Faust“-Preis ausgezeichnet worden ist.Oedipus RexIgor StrawinskyAls sich Jean Cocteau und Igor Strawinsky zusammentaten, um eine neue Fassung des Ödipus- Mythos nach Sophokles zu erarbeiten, schwebte ihnen die Synthese von Musik, Gestik und Tanz vor: Diesem Ideal totalen Theaters kommen die beiden Jahrhundertkünstler mit ihrem Opern-Oratorium „Oedipus Rex“ sehr nahe. Imposante Melodien erklingen in lateinischer Sprache – durch einen deutschsprachigen Erzähler transparent gemacht – und stellen die Geschichte des Ödipus, der schicksalsgetrieben seinen Vater tötet und seine Mutter heiratet, eindrucksvoll dar. Eine faszinierende Versuchsanordnung über einen Menschen, der als Politiker angetreten ist, um sein Land zu retten, und feststellen muss, dass er die Übel, die sein Volk erfährt, selbst ausgelöst hat. In der Ausführung begegnen sich Oper, Schauspiel und Tanz auf monumentale Art und Weise.Der FriedenAristophanesIm griechischen Theater gehört zu jedem tragischen Dreiklang ein heiterer und versöhnlicher Ausklang. Den erfährt das Großprojekt „Dionysien“ in der Felsenreitschule durch Aristophanes’ Komödie „Der Frieden“. Der Schweinehirt Trygäos macht sich auf einem riesigen Mistkäfer auf, um im Olymp den Gott des Krieges zu neutralisieren und die Göttin des Friedens zu befreien. Die individualistische Perspektive, sich einer Allgewalt von Göttern entgegenzustellen, erinnert an Helden der Commedia dell’arte, oder idealistische Demonstranten, die auch angesichts eines Turbokapitalismus nicht einknicken. Zum jungen partizipativen Projekt wird das große Fest durch die Beteiligung von jeweils 100 Schülerinnen und Schülern zehn verschiedener Partnerschulen. Sie laden das Publikum ein, Trygäos auf seinem Flug in den Olymp zu begleiten und teils im Zuschauerraum, teils auf der Bühne durch den Olymp zu tanzen und dem Idealismus zum Sieg zu verhelfen.

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